Was ist Zeit?

Was ist Zeit? Wo ist die ganze Zeit hin? Hatte ich nicht irgendwann einmal so viel Zeit? Habe ich sie nicht genutzt? Kann man Zeit überhaupt nutzen? Hat Zeit einen Nutzen? Wieso muss überhaupt irgendetwas einen Nutzen haben? Wäre es nicht viel einfacher wenn wir nicht mehr über die Zeit nachdenken würden? Doch was ist, wenn unsere Zeit dann auf einmal vorbei ist?

Wie viel Zeit haben wir eigentlich? Ist das eigentlich relevant? Oder kommt es auf die Ziele an, die wir uns setzen? Ist eine Frage nach der Zeit vielleicht immer eine Frage nach den Zielen? Haben wir unsere Zeit so genutzt, dass wir unseren Zielen näher gekommen sind? Ist die „verschwendete Zeit“ also Zeit die keinem Ziel genutzt hat? Können die richtigen Ziele unsere Zeit auf Erden verbessern? Doch wie können wir unsere Zeit verbessern, wenn wir nicht einmal in der Lage sind unsere Ziele zu erkennen?

Sollten wir unsere Zeit also zuerst damit verbringen, herauszufinden, was wir eigentlich wollen? Was wenn man es im Prinzip schon immer wusste, aber keine Ahnung hat wie man das umsetzen soll? Wie kann ich diese Welt verändern, wenn ich doch nur ein kleines Zahnrad bin? Sind weltverändernde Ziele vielleicht einfach zu groß gedacht? Aber was sind die kleinen Ziele, die ich noch erreichen kann? Habe ich bereits alles gelernt, was ich lernen wollte? Hab ich bereits alle Orte gesehen, die ich sehen wollte? Hab ich bereits alle Abenteuer erlebt, die ich erleben wollte? Was wenn nur noch Ziele übrig bleiben, die unerreichbar scheinen? Ziele, die ich in der Vergangenheit hätte erreichen können, die sich dann aber in der Zeit verloren haben?

Warum sind wir nur immer wieder auf der Suche nach der verlorenen Zeit? Warum denken wir so viel über das Vergangene nach, wenn doch die Gegenwart die einzige Zeit ist auf der wir einen Einfluss haben? Doch wenn wir nur an die Gegenwart denken, haben wir dann noch eine Zukunft? Kann ein Mensch, der heute nicht an morgen denkt, morgen noch eine Geschichte erzählen? Oder wird ihn die zukünftige Gegenwart so sehr verletzen, dass zukünftige Vergangenheit keine Bedeutung mehr hat? Sollten wir nicht immer alle Zeiten im Blick haben? Sind wir nicht ein Wesen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft?

Doch wie sollen Vergangenheit und Zukunft unser Handeln in der Gegenwart beeinflussen ohne uns vollständig zu erdrücken? Ist es möglich sich alle dieser Dinge bewusst zu werden und trotzdem handlungsfähig zu sein? Ist Meditation mein Weg? Oder das Schreiben solcher Texte? Hat Bewusstsein nicht auch immer etwas mit Relation zu tun? Ist es nicht so, dass wir etwas nur bewusst wahrnehmen können, wenn wir es mit anderen Zuständen vergleichen? Ist Zeit also vielleicht einfach eine Möglichkeit für uns unterschiedliche Zustände zu erleben? Bedeutet Zeit nicht, dass sich ein Zustand in einen anderen Zustand wandelt? Sollten wir Zeit also nicht umso bewusster wahrnehmen?

Ist das bewusste Wahrnehmen das was viele als Weisheit bezeichnen? Ist ein weiser Mensch jemand der einfach mehr erlebt hat und deshalb zu mehr Vergleiche fähig ist? Oder ist das nur Erfahrung und zu Weisheit gehört noch viel mehr? Sollten wir unsere Zeit also damit verbringen viel zu erleben oder damit das Erlebte besser zu verarbeiten? Was also soll ich mir als Ziel für mein Leben setzen? Vielleicht ist es beides: Erleben und Verarbeiten? Handeln und Denken?

Kai Frederic am 14.07.2017 / Ideenflut / 0 Kommentare Trackback /

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